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Mehltau an Rosen – Erkennen und bekämpfen.

Mehltau zählt zu den häufigsten und gleichzeitig hartnäckigsten Pflanzenkrankheiten in unseren Gärten. Besonders an Rosen ist die Pilzkrankheit für Gärtner eine echte Plage. Unterschieden wird der Befall in „echten Mehltau“ und „falschen Mehltau“, beide breiten sich über Sporen aus und bilden ein feines Myzelgeflecht auf den Blättern. Morgendlicher Tau oder Nässe in Kombination mit warmen Temperaturen über den Tag begünstigt die Ausbreitung auf den Gartenpflanzen. Wie Sie die beiden Arten unterscheiden erfahren Sie in diesem Gartentipp!

Echter Mehltau

Der echte Mehltau tritt zu Beginn des Befalls in Form von weißem, mehlartigem Belag auf der Oberseite der Blätter auf. In fortgeschrittenem Stadium breitet sich der Mehltau auf Knospen, Früchte, Triebe und die Unterseite der Blätter aus. Im weiteren Verlauf der Krankheit rollen sich die befallenen Blätter ein und Triebe weisen starke Verkrüppelungen auf, was in starken Fällen das Wachstum komplett aussetzen lässt. Im Spätherbst bildet der Pilz dunkle Fruchtkörper, die an herabgefallenem Laub den Winter überdauern können. Besonders schnell breitet sich der Pilz an trockenem und warmem Tagen mit nächtlichem Tau aus. Deshalb sind das Frühjahr, sowie der Spätsommer und Herbst kritische Jahreszeiten, die es dem Mehltau leicht machen, sich an Rosen und anderen Pflanzen festzusetzen.

Der falsche Mehltau

Falscher Mehltau macht sich an befallenen Pflanzen durch rötlich-violette Flecken auf der Blattoberseite bemerkbar. Viele Gemüsearten und krautige Pflanzen fallen der Pilzkrankheit zum Opfer. Der Pilz entwickelt immer wieder neue Unterarten, die sich in manchen Fällen auch durch braun-gelbe Flecken bemerkbar machen, die durch die Blattadern begrenzt werden. Wird das Blatt jedoch gewendet, entdeckt man einen schmutzig-grauen Pilzbefall. Im weiteren Verlauf der Krankheit trocknen Knospen und Triebe aus.

Mittel gegen Mehltau

Ein einfaches Hausmittel, welches sich in der Pilzbekämpfung durchaus bewährt hat, ist Frischmilch. Einen Teil Milch mischt man mit neun Teilen Wasser und besprüht befallene Pflanzen mit der Mischung. H-Milch bringt jedoch keine Besserung, das hat den Grund, dass die Mikroorganismen und das Lecithin, ein natürlich vorkommender Bindestoff, aus der Frischmilch gegen die Pilzsporen vorgehen. Zusätzlich stärkt das Natriumphosphat die Abwehrkräfte der Pflanze. Die Behandlung sollte zwei bis dreimal wöchentlich durchgeführt werden.
Generell sollten Sie befallene Pflanzenteile immer sofort entfernen und im Restmüll entsorgen. Da sich die Pilzkrankheit auch an vielen anderen organischen Materialien, sowie an Gartengeräten festsetzen und überleben kann, sollten Sie darauf achten, dass Sie den Pilz nicht ungewollt noch weiter im Garten verbreiten, statt ihn zu bekämpfen. Zur Reinigung von Gartengeräten und – sehr wichtig – Ihren Händen benutzen Sie ein Antiseptikum oder Alkohol. Sollten Sie sich für die Bekämpfung mit Pflanzenschutzmitteln entscheiden, beachten Sie bitte immer genau die Packungsbeilagen und achten Sie darauf nur die betroffenen Pflanzen zu besprühen.

Mehltau kann im eigenen Garten zu einem echten Ärgernis werden. Wird der Pilzbefall jedoch rechtzeitig erkannt, sind die Pflanzen meist noch ohne große Verluste zu retten. Gerade Rosen macht der Pilz immer wieder zu schaffen. Werfen Sie also ab und zu einen genauen Blick auf die Blätter Ihrer Gartenpflanzen. Weitere hilfreiche Gartentipps für einen gesunden Garten finden Sie in unserem Gartentipps Blog.

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